Sonntag, 30. September 2012

Blueberry Love....meine erste eigene Torte

Ich ♥ Heidelbeeren. Heidelbeeren erinnern mich an meine Kindheit, denn zum einen gab es früher manchmal statt Milchreis mit Kirschen Milchreis mit Heidelbeeren. Noch viel lieber und gleichzeitig viel besonderer waren aber für mich Pfannkuchen mit Blaubeeren. Meine Mom hat diese nämlich höchstens einmal im Jahr gebacken, da die Blaubeeren beim Kontakt mit einer heißen Pfanne gerne mal spritzen und sie das dementsprechend nicht so gerne wiederholte. :) Dadurch waren diese Pfannkuchen aber etwas, worauf ich mich den ganzen morgen in der Schule gefreut habe und mit Freude aß...

Die Torte wird mit frischen Heidelbeeren dekoriert
Heute gibt es für Euch auch ein Rezept mit Heidelbeeren, jedoch keine Pfannkuchen. :) Ich möchte Euch von meiner ersten eigenen Torte erzählen, die ich letztes Wochenende für die Familie meines Liebsten gebacken habe. Die Entstehung finde ich persönlich recht lustig, da sie wahrlich von einer kleinen Törtchenidee hin zu einer mehrschichtigen Torte gewachsen ist. Zunächst wollte ich nämlich wieder die kleinen Heidelbeertörtchen backen, die ich hier schon einmal bei Instagram gepostet habe. Doch eigenen sich diese nicht so gut für einen Transport im Zug, weshalb ich mich für einen "zusammenhängenden" Kuchen entschieden habe.

Zutaten für eine schnelle Heidelbeermarmelade
Zu allererst habe ich am Donnerstagabend eine schnelle Heidelbeermarmelade hergestellt. Dafür habe ich  etwas braunen Zucker in einem Topf karamellisieren lassen und ca. 200 g gewaschene Heidelbeeren in den Karamell gegeben. Diese habe ich mit Zitronensaft abgelöscht und kurz kochen lassen. Da mir die Masse zu flüssig erschien gab es noch einen Teelöffel in Wasser aufgelöste Speisestärke, wodurch die Masse ausreichend angedickt ist. Nun durfte die Marmelade eine Nacht abkühlen.

Zutaten für den Rührteig-Boden der Heidelbeertorte
Am nächsten Tag ging es dann an den Teig. Hierfür habe ich den selben Teig verwendet wie für meine kleinen Törtchen: einen Rührteig, der auf einem Rezept aus dem Dr. Oetker Backbuch "Backen von A-Z" basiert. Hierfür habe ich Margarine mit Zucker, einer Prise Salz und Vanillezucker schaumig geschlagen und 4 Eier hinzugefügt und gut verrührt bis der Teig etwas heller geworden ist. 100 g Weizenmehl, 50 g Speisestärke und 80 g Vollkorn-Dinkelmehl mit einem gestrichenen Teelöffel Backpulver vermischt und zu der flüssigen Masse nach und nach hinzugefügt bis ein glatter Teig entstanden ist.

Den Teig wollte ich nun zunächst komplett in eine gefettete und mit Backpapier ausgelegte 24er Springform füllen, doch wäre der Boden (zu diesem Zeitpunkt sollte es ja noch ein Kuchen keine Torte werden!) dann viel zu dick geworden. Also habe ich den Teig geteilt und die erste Hälfte bei 175 °C (Umluft) für ca 10 Minuten gebacken (Stäbchenprobe!). Den Boden aus dem Ofen geholt und mit Hilfe des Backpapiers auf ein Kuchenblech gehoben und auskühlen lassen. Mit dem Rest Teig bin ich ebenso verfahren.

Zutaten für die Füllung der Heidelbeertorte

Nachdem die Böden gut ausgekühlt waren habe ich mich an die Füllung gemacht. Diese besteht aus einer Masse aus zwei Bechern Schmand, etwas Zucker nach Geschmack und dem Mark einer Vanilleschote. Diese Zutaten werden mit etwas Zitronensaft verrührt. Zucker habe ich nach Geschmack hinzugefügt, es kommt darauf an, wie süß die Marmelade ist. :) 

Die Masse wird mit selbstgemachter Heidelbeermarmelade aufgepeppt

Die Masse im Verhältnis 1:2 auf zwei Schüsseln verteilen und zu der Schüssel mit den 2/3 Schmandmasse die am vorherigen Tag hergestellte Heidelbeermarmelade hinzufügen. In einer dritten Schüssel habe ich 500 ml Sahne (eigentlich reichen auch 400, aber ich wollte keine Reste in der Flasche zurücklassen) aufgeschlagen und mit Hilfe von zwei Päckchen Sahnesteif Stabilität verliehen. Die Sahne ebenso im Verhältnis 1:2 auf die zwei Schüsseln verteilen und vorsichtig unterheben.

Heidelbeer-Schmand-Masse, Schmand-Masse und frische Heidelbeeren
Jetzt konnte es ans zusammenbauen der Torte gehen. Dafür habe ich zunächst einen Tortenboden auf eine Tortenplatte gelegt und diesen mit einem Tortenring "umstellt". Der Tortenring hilft dabei, dass die Masse beim aufstreichen nicht über den Rand hinausläuft und die Torte nicht aus Versehen zum schiefen Turm von Pisa wird. Auf den Tortenboden kam nun die mittlerweile leicht lila farbende Creme. Hierbei ist es besonders wichtig, dass die Masse gut verstrichen wird bis an den Rand des Tortenrings, damit sie am Ende nicht wie ein Maulwurfshügel aussieht. :)

Beim Schichten der Heidelbeer-Schmand-Torte hilft ein Tortenring

Nun war die erste Schicht der Torte geschafft! Auf die lila Creme wurde der zweite Tortenboden gelegt und leicht angedrückt. Zuletzt kam die weiße Creme als Topping auf die Torte. Ich habe sie mit Hilfe eines Tortenschabers möglich gleichmäßig glatt gestrichen. Zu guter Letzt habe ich die Torte mit den restlichen Heidelbeeren dekoriert. Ich habe die Beeren hierfür von der Mitte aus in einem geordneten Chaos auf der gesamten Torte verteilt.

Nach einiger Zeit im Kühlschrank war die Masse fest genug geworden, um den Tortenring zu entfernen. Mir gefällt besonders, dass man die zwei unterschiedlich farbigen Schichten sowohl von außen als auch im Anschnitt sieht:

"Blueberry Love" - Meine Heidelbeer-Schmand-Torte

Und hier nun das Rezept für meine Heidelbeer-Schmand-Torte

"Blueberry Love"

für eine 24-er Springform

Heidelbeermarmelade:
ca 10 g brauner Zucker
Saft von 1 halben Zitrone
200 g Heidelbeeren
1 Tl Speisestärke
etwas Wasser

Tortenböden:
150 g Butter oder Margarine
150 g Zucker
8 g Vanillezucker
1 Prise Salz
4 Eier
100 g Weizenmehl (Typ 405)
50 g Speisestärke
50 g Vollkorn-Dinkelmehl
1 gestr. Tl Backpulver

Cremefüllung:
2 Becher Schmand
500 ml Sahne
2 Pck. Sahnesteif
Mark 1 Vanilleschote
etwas Zucker nach Geschmack
Saft von 1 halben Zitrone

Dekoration:
ca 200 g Heidelbeeren

Für die schnelle Heidelbeermarmelade den braunen Zucker in einem Topf karamellisieren lassen und die Heidelbeeren hinzufügen. Mit dem Saft der halben Zitrone ablöschen und kurz einkochen lassen. Mit etwas Speisestärke abbinden und gut abkühlen lassen.

Für die Tortenböden die Butter oder Margarine mit einem Handrührer geschmeidig rühren. Den Zucker, Vanillezucker und die Prise Salz hinzufügen und zu einer homogenen Masse verrühren. Die Eier zur Masse geben und alles gut verbinden. Die zwei Mehlsorten, die Speisestärke und das Backpulver mischen und nach und nach unter die übrige Masse rühren bis ein glatter Teig entstanden ist.

Die Hälfte des Rührteiges in eine gefettete und mit Backpapier ausgelegte Springform geben und bei 175 °C ca. 10 - 15 Minuten backen. Mit der Stäbchenprobe testen, ob der Boden durchgebacken ist. Die Form aus dem Ofen holen und den Boden mit samt des Backpapiers sofort aus der Form lösen. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.

Wenn beide Böden gut ausgekühlt sind, für die Füllung in einer Schüssel aus dem Schmand, dem Zucker,  dem Mark der Vanilleschote und dem Zitronensaft eine Creme herstellen. Diese Creme auf zwei Schüsseln verteilen im Verhältnis 1/3 zu 2/3. Zur größeren Masse die Heidelbeermarmelade hinzufügen und gut unterrühren. In einer weiteren Schüssel die Sahne mit dem Handrührgerät mit dem Sahnesteif steif schlagen und auf die zwei anderen Schüsseln verteilen (gleiches Verhältnis wie bei der Schmandcreme) und vorsichtig unterheben.

Den ersten Tortenboden auf eine Tortenplatte legen und mit einem Tortenring umstellen. Die Blaubeer-Schmand-Masse auf dem Tortenboden verteilen und glattstreichen. Hier ist zu beachten, dass die Masse bis an den Rand des Tortenrings gestrichen wird. Den zweiten Boden auf die Masse legen und mit der weißen Creme bestreichen. Auch diese gut glattstreichen. Zuletzt die Torte mit den frischen Heidelbeeren dekorieren.

Die Torte min 1 Stunde in den Kühlschrank stellen und vor dem Servieren den Tortenring vorsichtig entfernen.

"Blueberry Love"


Ganz viel Spaß beim Nachbacken wünscht Euch,
kirasol ♥

Farbe und Thema dieser Torte passen wunderbar zum Cookbook of Colors. Mal sehen, ob ich in die engere Runde komme. :)
HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

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