Mittwoch, 12. September 2012

Selbstgemachte Geschenktüte oder was man in der Schule fürs Leben lernt

Heute gibt es mal kein Rezept von mir für Euch, sondern eine nette Do-it-yourself-Anleitung wie man seine selbstgebackenen Kekse und anderen Leckereien schön verpackt verschenken kann. Doch bevor ich Euch die Anleitung gebe, möchte ich Euch erst erzählen, woher ich selber diese Papietütenanleitung habe.

Nun, es war einmal eine Schulklasse, die als sehr umgänglich und experimentierfreudig was Unterrichtsmethoden an ging, galt. So kam es, dass der damalige Erdkundelehrer, sagen wir in der 8. oder 9. Klasse (genau weiß ich das nicht mehr), die Idee hatte, dass wir uns mal so fühlen sollten, wie die Kinder in der dritten Welt.

Er erklärte uns, dass manche Kinder fürs Tütenkleben bezahlt würden und zwar nur für die Tüten, die sie auch wirklich erstellt haben und die zudem noch Gewicht hielten. Wir haben also in einer Unterrichtsstunde den Selbstversuch gestartet und alle das Tüten falten und kleben erlernt. Ich muss leider gestehen, dass wir nicht sooo erfolgreich waren, denn zum Beispiel meine Tüten haben am Tag des besagten Experiments nicht wirklich viel Gewicht ausgehalten.

Aber wenn man die Falttechnik ohne Zeitdruck und bei entsprechendem Papier anwendet, eignet sie sich sehr gut, um Geschenke zu verpacken. Ich weiß, dass so mancher aus unserer Klasse diese Technik noch heute zum Geschenke verpacken nutzt...

Und nun genug von der Vergangenheit. Hier kommt die versprochene Anleitung:



Ihr braucht für eine Selbstgemachte Papiertüte folgende Materialien:

1 Din A4 Blatt buntes Papier 
(oder entsprechend größeres oder kleineres Papier, je nachdem wie groß die Tüte werden soll)

1 Klebestift

1 Tesafilm (um die Naht zusätzlich zu verstärken)



Und so geht's:

1. Legt das Blatt mit der Seite, die später nach außen zeigen soll, nach unten vor Euch hin und faltet jeweils die äußeren Enden zur Mitte. 
Wichtig ist hierbei, dass die Enden sich ein kleines Stück überlappen, also jeweils etwas über die Mitte hinaus falten!!!!

2. Tragt mit einem Klebestift eine dünne Schicht Klebstoff auf den einen Rand auf.

3. Klappt die zweite Seite über die erste und drückt die Seiten fest aufeinander, sodass der Klebstoff gut haftet. 
Wenn Ihr wollt, könnt Ihr die so entstandene Naht zusätzlich mit Tesafilm fixieren.


4. Nun geht es an den Boden der Tüte. Dafür ein ausreichend großes Stück der Tüte nach oben klappen.
Je breiter das abgeknickte Stück ist, desto breiter wird später der Boden der Tüte!

5. Faltet das abgenickte Bodenstück so auf, dass der eine Teil (der obere) weiterhin nach oben geknickt ist und der untere wieder in die Ursprungsposition gebracht wurde. Um dies zu bewerkstelligen, müssen die Seiten so eingenickt werden, sodass auf jeder Seite ein Dreieck entsteht (siehe Bild 5).

6. Nun wird der obere Teil des Bodens so nach unten genickt, dass er wiederum knapp über der Mitte liegt. Also etwas mehr als mittig knicken!

7. Mit dem unteren Teil des Bodens wird ebenso verfahren, wie in 6 beschrieben. Hierdurch überlappen sich die Enden wiederum. 

8. Nun können die beiden überlappenden Enden festgeklebt werden. Ich habe sie zusätzlich mit Tesafilm fixiert.
Achtet beim Festkleben darauf, dass nur die zwei Enden verklebt werden, nicht aber die Seiten.

9. Die Tüte ist nun fertig und kann befüllt werden!
Ich hoffe, Euch gefällt meine Idee für eine individuelle Verpackung kleiner Kostbarkeiten. :-) In einem der nächsten Posts erzähle ich Euch dann, auf welche Weise man ganz einfach ein hübsches Schildchen bastelt, sodass der Beschenkte weiß, was er bekommt!

Selbstgemachte Geschenktüte

Alles Liebe und viel Spaß beim Nachbasteln,

Eure Kirasol

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