Montag, 15. Oktober 2012

Kürbis die Zweite: Leckeres Kürbis-Risotto

Meine lieben Küchenfreunde! Vor einiger Zeit habe ich Euch bereits ein super leckeres Kürbis-Rezept vorgestellt: "Kürbis-Kartoffel-Gemüse aus dem Ofen": Heute gibt es ein weiteres Gericht mit dem schmackhaften orangenen Gemüse. Das Rezept vom Kürbisrisotto habe ich zufällig auf relleoMein gefunden und etwas abgewandelt.

Zutaten für ein Kürbis-Risotto


Zunächst habe ich mich für das Kürbis-Risotto um den Kürbis gekümmert. Ich habe einen kleinen Hokaido-Kürbis verwendet, da man diesen nicht schälen muss. Die Schale ist genießbar und wird ganz weich wenn man sie kocht bzw. im Backofen schmort. Ich habe den Kürbis also gewaschen, geteilt und die Kerne entfernt. Dann habe ich ihn in Spalten geschnitten und auf einem Backblech mit Backpapier verteilt. Die Schale habe ich beim Hokaido wie gesagt dran gelassen. Zwei Spalten habe ich zudem in kleine Würfel geschnitten und nicht auf das backblech gelegt, die kommen später in eine Pfanne.Die restlichen Kürbisspalten durften nun für ca. eine halbe Stunde in den Backofen bei 175 °C.

Knoblauch, Zwiebel und ein Teil des Kürbis werden kleingeschnitten.
Während dem Kürbis im Ofen ordentlich eingeheizt wurde, ging es ans Risotto kochen. Das habe ich auf ganz traditionelle Art und Weise zubereitet. Hierbei ist es besonders wichtig, dass der Risotto-Reis zusammen mit dem kleingeschnittenen Knoblauch und der Zwiebel in etwas Olivenöl angedünstet wird bis er glasig ist. Dann wird das Ganze mit Weißwein abgelöscht, sodass der Alkohol verkocht der Geschmack vom Wein aber bleibt. 

Wichtig beim Risotto: Den Reis glasig dünsten bevor Flüssigkeit dazu kommt!
Ist der Wein einreduziert, kommt nun der zweite wichtige Schritt beim Risottokochen: Das langsame Zugeben von warmer Gemüsebrühe oder anderer Flüssigkeit. Immer nur so viel, dass der Reis gerade mit Flüssigkeit bedeckt ist!, damit der Reis schön "schlotzig" (cremig) wird. Hierfür wird empfohlen, einen weiteren Topf mit Gemüsebrühe zu erwärmen. Da ich persönlich aber eher faul bin was das anschließende Spülen angeht (schließlich habe ich 5 1/2 Jahre ohne Spülmaschine gelebt!), habe ich mir angewöhnt, heißes Wasser im Wasserkocher warm zu machen und mit gekörnter Gemüsebrühe (natürlich Bioqualität) zusammen beim ersten Angießen des Risottos zu verwenden. Bei den weiteren Angießvorgängen nehme ich dann "nur" das heiße Wasser, dass ich im Wasserkocher leicht wieder erwärmen kann. Also das Risotto auf mittlerer Stufe langsam vor sich hin köcheln lassen und nach und nach die Flüssigkeit hinzugeben, sobald der Reis auf dem Trockenen sitzt. Zwischendurch das Umrühren nicht vergessen.

Das Risotto köchelte hübsch vor sich hin und der Kürbis brutzelte im Ofen, sodass ich mich an die kleinen Kürbiswürfel machen konnte, die ich in einer pfanne mit wenig Olivenöl hübsch anbriet. Noch mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken abgeschmeckt und schon war das Topping fertig.

Als alle Flüssigkeit verbraucht war und der Reis relativ weich gekocht, dann habe ich den Parmesan untergerührt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Das Risotto habe ich von der Herdplatte genommen und ein wenig durchziehen lassen, denn nun ging's wieder an den Kürbis.

Nachdem der Kürbis im Ofen war, lässt er sich gut pürieren!

Den Kürbis vom Backblech in ein hohes Gefäß gegeben und mit einem Zauberstab (Pürierstab) zu feinem Mus verarbeitet. Hier merkt man, dass auch die Schale ganz weiß geworden ist und sich leicht pürieren lässt. Das Kürbispüree kam dann unter das Risotto und alles wurde einem erneuten Geschmackstest unterzogen. Fertig!

Jetzt musste ich nur noch etwas auf meinen Schatz warten, weil der leider im Stau steckte. Als er dann da war, war aber auch er begeistert vom "Kürbis-Risotto". Er hat mir hinterher verraten, dass er zunächst skeptisch bei meiner Ankündigung war, doch hat und das Rezept beide überzeugt. Das Risotto schmeckt schön cremig, leicht nach Parmesan und nicht zu stark nach Kürbis!

Kürbis-Risotto

Und hier das Rezept für Euch zum Nachkochen:

"Kürbis-Risotto"*

1 kleiner Hokaido-Kürbis
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
250 g Risotto-Reis
150 ml Weißwein
500 - 700 ml Gemüsebrühe
30 g Parmesan
Salz, Pfeffer, Chiliflocken

Den Kürbis waschen und halbieren. Das Kerngeflecht entfernen und den Kürbis in Spalten schneiden. Ca. zwei Spalten in kleine Stücke schneiden und zur Seite stellen. Die restlichen Kürbisspalten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 175 °C ca. eine halbe Stunde backen.

Für das Risotto den Knoblauch und die Zwiebel kleinschneiden und mit etwas Olivenöl in einer Pfanne glasig dünsten. Den Reis hinzufügen und ebenso glasig werden lassen. Mit Weißwein ablöschen und kurz einreduzieren lassen. Die erwärmte Gemüsebrühe nach und nach zum Risotto geben. Wichtig ist hierbei, dass der Reis immer nur ganz leicht mit Flüssigkeit bedeckt ist und quellen kann. Dieser Prozess dauert ca. 20 Minuten und muss mehrfach mit warmer Brühe wiederholt werden. Ist alle Flüssigkeit verbraucht, sollte das Risotto weich und cremig sein. Nun den Parmesan unterrühren.

Die beiseitegestellten Kürbiswürfel in einer Pfanne mit etwas Öl schön kross anbraten und mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken abschmecken. 

Die Kürbisspalten aus dem Ofen holen und mit einem Pürierstab in einem hohen Gefäß pürieren. Das Püree zum Risotto geben und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Risotto auf Teller füllen und mit den Kürbiswürfeln garnieren.
* inspiriert durch ein Rezept auf relleoMein

Vielen Dank Heike für das tolle Rezept und viel Spaß beim Nachkochen
Eure kirasol ♥

PS: Mir ist beim labeln des Beitrags aufgefallen, dass ich bis jetzt erstaunlich viele vegetarische Rezepte gepostet habe. Daran sieht man, dass leckeres Essen nicht zwingend Fleisch braucht, auch wenn wir sehr gerne Fleisch essen... Wie seht ihr das? Braucht ihr regelmäßig "fleischige" Gerichte oder kocht ihr auch gerne mal "ohne"?

Kommentare:

  1. Toller Artikel!
    Schau doch auch mal auf meinem Blog vorbei :)

    LG, Gesa

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    1. Liebe Gesa,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Gerne schaue ich bei dir vorbei!

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