Freitag, 15. Februar 2013

Kiras Kolumbosols #2 - Ein Wochenende in Hamburg (2)

Ich hoffe, Ihr hattet gestern einen schönen Valentinstag. Ich habe gestern Red Velvet Cupcakes gebacken, die Ihr Euch hier angucken könnt. Doch möchte ich Euch heute nicht weiter davon erzählen, sondern den zweiten Teil meines kleinen Hamburgreiseberichts erzählen:

Am letzten Freitag (am zweiten Tag unserer Reise, den ersten Tag findet ihr hier) sind wir dann früh in Hamburg erwacht und haben uns direkt in Richtung Sightseeing aufgemacht. Wir haben unser Hotel nämlich ohne Frühstück gebucht, da wir nicht so viel Zeit beim Frühstücken verlieren wollten. Also sind wir direkt zum Hauptbahnhof gelaufen und haben uns auf dem Weg ein Brötchen bei der Back Factory gekauft. Vom Hauptbahnhof sind wir dann zur Speicherstadt gefahren. Es war sehr faszinierend durch die imposanten Speicherbauten zu laufen, die wie Zeitzeugen aus einer anderen Zeit wirken.

Bei leichtem Schneefall wanderten wir durch die Speicherstadt bis zu Spicy’s Gewürzmuseum, einem Geheimtipp von Janina. Zum Glück war ich hartnäckig und habe Google Maps vertraut, denn der Eingang zum Museum war sehr unauffällig, sodass wir beinahe dran vorbei gelaufen wären. Mein Freund sagte gerade, dass das bestimmt nicht hier ist, als ich das kleine Schild „Zum Gewürzmuseum“ an einer der alten Speichertüren sah. Glücklich und ziemlich durchgefroren betraten wir also den Flur, der uns bis in den dritten Stock des alten Speichergebäudes führte. Sogleich fühlten wir uns in eine frühere Zeit versetzt und auch die exotischen Gerüche verschiedenster Gewürze schlug uns entgegen. Der Eintritt ist wirklich in Ordnung, wir haben 7 € für zwei Personen bezahlt. Als „Eintrittskarte“ haben wir jeder ein Tütchen mit schwarzen Pfefferkörnern erhalten, was ich sehr originell finde und uns gleich ein Lächeln auf die Lippen zauberte.  Erwartungsvoll begaben wir uns dann auf eine Reise durch die Welt der Gewürze, Gewürzproduktion und auch der Geschichte des Gewürzhandels in Deutschland. Da die nette Dame am Empfang nichts gegen Fotos im Museum einzuwenden hatte, hier eine kleine Auswahl unserer „Gewürzerlebnisse“: 

Hamburg-(2)
Ein Museum voller Gewürze: Das Spicy's Gewürzmuseum
Mir hat das Museum sehr gut gefallen, es war mit viel Liebe eingerichtet und die Dinge mit Sorgfalt zusammen gesucht. Wenn ihr also mal in Hamburg seid, kann ich Euch das Spicy weiterempfehlen. Nach einer guten Stunde in der Welt der Gewürze und zwei gekauften Gewürzmischungen mehr, sind wir noch in den Import-Export-Handel direkt gegenüber des Gewürzmuseums gegangen, wo wir eine Likörmischung zum selberansetzen gekauft haben. Ich werde Euch in 6 Wochen berichten, was aus unserem „Selbstaufgesetzten“ geworden ist, solange muss die Mischung nämlich ziehen! 
 
Zurück auf der schneeigen und kalten Straße richteten wir unsere Schritte (dank Google Maps auf dem Handy) geradewegs auf den zweiten Geheimtipp: das Messmer Momentum. Das ist ein kleines Teemuseum, wo man die Geschichte des Tees präsentiert bekommt und man zudem an Teeseminaren teilnehmen kann. An einem Seminar haben wir nicht teilgenommen, doch war gerade passenderweise Mittagszeit und so haben wir uns in die hübsche Tea Lounge des Messmer Momentums gesetzt. Nach kurzer Studie der Karte, haben wir uns für einen Grüntee aus einer Teeblüte, einem Eistee mit Matcha und Mango und einer „Petit fours und Maccerons“-Auswahl entschieden. Der Teeblütentee, war nicht nur fürs Auge ansprechend, sondern auch geschmacklich sehr gut. Der Eistee war schon sehr giftgrün, doch tat das dem Geschmack keinen Abbruch. Und die kleinen Küchlein waren großartig, wir haben sie uns geteilt, sodass wir beide von allen Varianten probieren konnten. Zu der Teetasse aus zartem Porzellan haben wir übrigens auch einen Mürbeteigkeks mit schwarzen Teeblättern bekommen. Zunächst skeptisch habe ich den probiert und war begeistert von dem feinen Geschmack. Das kommt definitiv auf meine „Das muss ich unbedingt mal nachbacken!“-Liste! 

Hamburg-(1)
Eine kleine Pause im Messmer Momentun

Mit der Rechnung haben wir außerdem jeder ein Probierpäckchen für verschiedene Teebeuteltees erhalten, die wir uns individuell zusammenstellen konnten. Somit haben wir jetzt 6 verschiedene Tees zu Hause, die wir testen können!

Wieder draußen in der Kälte machten wir uns zu Fuß auf den Weg Richtung Landungsbrücken. Als Landratten hatten wir beide nun Lust, ein bisschen Seefahrerluft zu schnuppern, weshalb wir uns das Museumsschiff „Rickmer Rickmers“ angeschaut haben. Meinem Liebsten war wichtig, dass es ein möglichst alter Segler ist, den wir uns anschauen, weshalb wir uns für das Schiff und nicht für die "Cap San Diego" entschieden haben. Der Name "Rickmer Rickmers" geht übrigens auf den Sohn des Reeders zurück,der das Schiff 1896 gebaut hat. Also hineinspaziert und die Tickets gekauft. Hierbei kam uns die Hamburg Card zu Gute, da wir auf den Eintrittspreis Rabatt bekamen. Die Kassiererin war eine richtige Hamburgerin, die uns im besten Platt die Karten überreichte und uns viel Spaß wieder in der Kälte wünschte. Zuvor hatte ich nämlich extra lange das Geld zusammen gesucht, damit ich mich möglichst lange in dem mollig warmen Raum aufhalten konnte. :)

Hamburg-(3)
Museumsschiff "Rickmer Rickmers" an den Landungsbrücken

Jedenfalls sind wir dann wieder raus in die steife Schneebrise und über das Deck gewandert. Besonders spannend fand ich zu sehen, wie klein und eng die Mannschaftskojen waren im Vergleich zur Kapitänskajüte. Der Kapitän hielt sich zudem häufig einen Hund gegen die Einsamkeit auf See, die Seemänner hatten höchstens die Ratten oder die Rattenfänger-Katze zum Kuscheln… Im Ladebauch des Schiffes ist momentan eine Wanderausstellung zum Thema 225 Jahre Wasserschutzpolizei. Die Hamburger Wasserschutzpolizei ist die älteste der Welt und wurde kurz nach der französischen Besatzung durch Napoleon gegründet!

Nachdem wir alles auf dem Schiff besichtigt hatten, sind wir weiter am Ufer der Landungsbrücken entlang gelaufen bis zur Fischbude König. Dort haben wir einen wirklich großartigen Backfisch gegessen, den besten den wir je gegessen haben! Die Panade war nicht zu fettig, der Fisch war glasig und unglaublich saftig und auch die Remoulade schmeckte nicht so mayonaisig wie sonst oft üblich. Klare Weiterempfehlung!

Hamburg-(4)
Eine Wanderung unter der Elbe kann man durch den alten Elbtunnel machen.

An dieser Stelle haben wir dann das Ufer verlassen und sind durch den alten Erbtunnel gelaufen. Das war total faszinierend, weil man erst einmal mit dem Aufzug unglaublich tief in die Erde fährt und dann unter der Elbe durchwandern kann. Autos können nur in eine Richtung im SchrittRenntempo fahren. Auf der anderen Elbeseite angekommen sind wir zur Aussichtsplattform gegangen und konnten die Skyline von Hamburg bewundern, die leicht im Nebel versank.

Hamburg-(6)
Hamburg von der Finkenwerder Elbeseite abgelichtet

Da uns doch recht kalt wurde, sind wir dann schnell durch den Tunnel zurück gelaufen und haben im Hard Rock Cafe zu Abend gegessen. Das befindet sich nämlich direkt an den Landungsbrücken. Beseelt von den Eindrücken und gut gesättigt sind wir dann nach Hause ins Hotel gefahren, wo wir den Abend ganz geschafft haben ausklingen lassen.

---- to be continued ----

So, das war der zweite Teil meines Reiseberichts aus Hamburg! Ich hoffe, dass er Euch bis jetzt gefällt und ihr vielleicht Inspirationen für Euren nächsten Hamburg Besuch findet…. Ich würde mich jedenfalls riesig über Eure Kommentare, Meinungen, Anregungen etc. freuen!!! :)

Ganz liebe Grüße von einer leider ziemlich verschnupften
Kirasol

Kommentare:

  1. Ein super schöner Bericht, ich würde am liebsten gleich selbst losfahren... Vielen Dank dafür! GISA

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    1. Hi,

      vielen Dank! Freut mich, dass dir der Bericht gefällt. :)

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♥♥ Ich freue mich über eure Kommentare, Meinungen und Anregungen! !♥♥